Shanghai hat in China einen großen Stellenwert als Stadt der Moderne. Hier wurde das erste Auto Chinas gefahren und die ersten Wolkenkratzer errichtet. In der Kultur Shanghais spiegelt sich diese moderne Ausrichtung in den Programmen der Theater und in zahlreichen Kunstmuseen wieder. Aber auch traditionelle Werke werden aufgeführt und die Geschichte der Stadt Shanghai und Chinas porträtiert.
Das 1998 eröffnete Shanghai Grand Theater beherbergt drei Aufführungsräume, von denen der größte Saal 1800 Menschen fasst. Das Gebäude bietet mit seinem markisenähnlichen Dach in 40 Metern Höhe einen imposanten Anblick. Hier werden alle denkbaren Konzeptionen aufgeführt; von Chinesischer Opern über Lesungen klassischer Werke bis hin zu westlichem Theater. Das Opernhaus liegt am Platz des Volkes.
Das Shanghai Centre ist in erster Linie ein Forum für internationale Konzerte, Opern und Ballettstücke. Auch die Akrobatentruppe Shanghais tritt hier regelmäßig auf und verblüfft den Besucher mit Balanceakten, Feuerspucken, Schwertschlucken und vielem mehr. Die Kunststücke gehen auf jahrtausendalte chinesische Traditionen zurück.
Im Lan Xin Theater werden Opern aus Europa und Asien gezeigt. Auch Magiershows finden hier des Öfteren statt. Das Theater befindet sich
Das bereits 1952 gegründete Shanghai Museum ist seit 1996 am Platz des Volkes angesiedelt. Auf sechs Etagen wird zehn Galerien eine ausgiebige Übersicht über die Kunst und Kultur Chinas geboten. Es werden Ritualkleidung und -masken von verschiedenen chinesischen Völkern altertümliche Handwerkstechniken und alte chinesische Kunst gezeigt.
Im Naturwissenschaftlichen Museum Shanghai wird die Geschichte der Erde porträtiert. Highlight der Ausstellung sind ein 140 Millionen Jahre altes Dinosaurierskelett und gut erhaltene Mumien.
Das Museum für Wissenschaft und Technologie in Shanghai beherbergt ein riesiges IMAX-Kino und diverse Präsentationen. Themen der Ausstellungen sind z.B. Fortschritte in den Bereichen Genforschung, Medientechnik oder der Regenwald. Es werden auch Diskussionsforen und ein Unterricht für Designinteressierte angeboten. Ein 4-D-Theater ist ebenfalls vorhanden.
Das Kunstmuseum Shanghais befindet sich in den Räumen einer ehemaligen Pferderennbahn. Es finden regelmäßig Ausstellungen nationaler und internationaler Künstler statt. Aber auch die Geschichte chinesischer Kunst wird durch Lederpuppen, Keramik und Porzellan gewürdigt. Hier findet seit 1996 die Shanghai Biennale statt, eine Messe für moderne Kunst, deren Prestige ständig wächst.
Die chinesische Sprache, hat in den letzten Jahren auch wirtschaftlich immer mehr an Bedeutung gewonnen. Daher besuchen nicht mehr nur Urlauber die Stadt, sondern besonders auch Sprachschüler, die Ihre Fremdsprachenkenntnisse erweitern und chinesisch lernen wollen.
Auf Ihrer Fernreise werden Sie viele einzigartige Erfahrungen in der Umgebung einer faszinierenden Kultur sammeln.
Die ersten Anzeichen der Besiedlung der Gegend Shanghais stammen aus dem 4. Jahrtausend vor Christus. Der Name Shanghai taucht jedoch erst 960 n.Chr. in den Geschichtsbüchern auf und bis ins 12. Jahrhundert war Shanghai ein kleines Fischerdorf.
In den folgenden Jahrhunderten bis hin zum 19. Jahrhundert entwickelte sich Shanghai zu einem bedeutenden Handelshafen. Bereits 1800 war Shanghai die größte Stadt Chinas. Nach den Opiumkriegen sicherten sich die Kolonialmächte England, Frankreich und Holland in den Jahren nach 1842 Vorteile gegenüber der chinesischen Bevölkerung. Sie wohnten in so genannten "territorialen Zonen", wo sie die chinesischen Gesetze nicht beachten mussten. Die Amerikaner und Japaner richteten sich ebenfalls eigene Viertel in den 1860er und 1890er Jahren ein.
Doch Shanghais Wirtschaft boomte weiter dank der günstigen Lage am Delta des Yangtsekiang und den Interessen der Industrienationen. Die Stadt wurde um 1900 zum wichtigsten Hafen in ganz Asien und beherbergte eine Million Einwohner. Als mit dem Ende des 1. Weltkrieges die Besitztümer Deutschlands in China an Japan fielen, wurde der Unmut in der Bevölkerung immer größer und kulminierte in der Gründung der Kommunistischen Partei Chinas 1921. Nur wenige Jahre später kam es dann auch zu Revolution und 1927 zur Einnahme Shanghais durch die verbündeten Kräfte von Nationalarmee und Kommunisten.
Im 2. Weltkrieg gelang es der Achsenmacht Japan, Shanghai fast vollständig einzunehmen. Erst nach dem Ende des Krieges fiel Shanghai an China zurück und erlebte 1949 einen weiteren Umsturz unter Mao Zedong. Die Kommunisten hatten Shanghai als wirtschaftliches Zentrum Chinas gezielt ausgewählt um dort die Umgestaltung Chinas voranzutreiben. Die schlimmsten Elendswohnungen wurden abrissen, Kriminelle und Prostituierte vertrieben und westliches Kapital versteuert und konfisziert.
In den folgenden Jahrzehnten blieb Shanghai weitgehend von ausländischem Einfluss abgeschirmt, aber auch die Zentralregierung verlor das Interesse an der Stadt und seiner teilweise autonomen Regierung. Erst in den 1980ern, nach dem Niedergang Mao Zedongs und seiner Anhänger, wurden wieder ausländische Investoren zugelassen.
Heute ist Shanghai besonders bedeutend in den IT-, Bio- und Finanzsektoren. Viele Banken und Firmen haben hier ihren Sitz und das dritthöchste Gebäude der Welt, das Shanghai World Financial Center, steht kurz vor seiner Fertigstellung. Die Region Shanghai hat über 18 Millionen Einwohner, wobei ein seit 1990 ein stetiger Anstieg dieser Zahlen zu beobachten ist.