Geschichte

 

Die ersten Anzeichen der Besiedlung der Gegend Shanghais stammen aus dem 4. Jahrtausend vor Christus. Der Name Shanghai taucht jedoch erst 960 n.Chr. in den Geschichtsbüchern auf und bis ins 12. Jahrhundert war Shanghai ein kleines Fischerdorf.

 

In den folgenden Jahrhunderten bis hin zum 19. Jahrhundert entwickelte sich Shanghai zu einem bedeutenden Handelshafen. Bereits 1800 war Shanghai die größte Stadt Chinas. Nach den Opiumkriegen sicherten sich die Kolonialmächte England, Frankreich und Holland in den Jahren nach 1842 Vorteile gegenüber der chinesischen Bevölkerung. Sie wohnten in so genannten "territorialen Zonen", wo sie die chinesischen Gesetze nicht beachten mussten. Die Amerikaner und Japaner richteten sich ebenfalls eigene Viertel in den 1860er und 1890er Jahren ein.

 

Doch Shanghais Wirtschaft boomte weiter dank der günstigen Lage am Delta des Yangtsekiang und den Interessen der Industrienationen. Die Stadt wurde um 1900 zum wichtigsten Hafen in ganz Asien und beherbergte eine Million Einwohner. Als mit dem Ende des 1. Weltkrieges die Besitztümer Deutschlands in China an Japan fielen, wurde der Unmut in der Bevölkerung immer größer und kulminierte in der Gründung der Kommunistischen Partei Chinas 1921. Nur wenige Jahre später kam es dann auch zu Revolution und 1927 zur Einnahme Shanghais durch die verbündeten Kräfte von Nationalarmee und Kommunisten.

 

Im 2. Weltkrieg gelang es der Achsenmacht Japan, Shanghai fast vollständig einzunehmen. Erst nach dem Ende des Krieges fiel Shanghai an China zurück und erlebte 1949 einen weiteren Umsturz unter Mao Zedong. Die Kommunisten hatten Shanghai als wirtschaftliches Zentrum Chinas gezielt ausgewählt um dort die Umgestaltung Chinas voranzutreiben. Die schlimmsten Elendswohnungen wurden abrissen, Kriminelle und Prostituierte vertrieben und westliches Kapital versteuert und konfisziert.

 

In den folgenden Jahrzehnten blieb Shanghai weitgehend von ausländischem Einfluss abgeschirmt, aber auch die Zentralregierung verlor das Interesse an der Stadt und seiner teilweise autonomen Regierung. Erst in den 1980ern, nach dem Niedergang Mao Zedongs und seiner Anhänger, wurden wieder ausländische Investoren zugelassen.

 

Heute ist Shanghai besonders bedeutend in den IT-, Bio- und Finanzsektoren. Viele Banken und Firmen haben hier ihren Sitz und das dritthöchste Gebäude der Welt, das Shanghai World Financial Center, steht kurz vor seiner Fertigstellung. Die Region Shanghai hat über 18 Millionen Einwohner, wobei ein seit 1990 ein stetiger Anstieg dieser Zahlen zu beobachten ist.

 

 

 

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